"Der Sachsenwalder" Ausgabe Oktober 2017

GUD steht für Kontinuität

Während sich die staatstragenden Parteien derzeit im Wahl- kampfmodus um Deutschland kümmern, bescheiden sich die Lokalpolitiker und insbesondere die Wählergemeinschaften damit, die Dinge in Dassendorf auf dem Laufenden zu halten.

Die Grünen haben schon nach nicht einmal einer Legislaturperiode das Handtuch geschmissen- und das war auch gut so, denn deren Befürwortung von Windkrafträdern in Brunstorf/Dassendorf hätte hier ohnehin keiner für gut befunden. Es hätte stattdessen die Lebensqualität im Dorf nachhaltig negativ beeinträchtigt.

Immer wieder tauchen Gruppierungen auf, denen nach kurzer Zeit die Luft ausgeht. Manchmal sind deren Zielsetzungen überambitioniert, selten konsensfähig und/oder es fehlen Personen die sich dauerhaft in der Politik engagieren wollen. Durchhaltevermögen, die Bereitschaft zur konstruktiven Diskussion und die Fähigkeit Kompromisse zu schließen gehören zur demokratischen Ordnung.

Die GUD hat dagegen bereits 34 Jahre Kommunalpolitik die Erkenntnis gewonnen, dass politische Ziele weder mit der Brechstange durchzusetzen sind, noch dass nicht  alles was im Land und im Bund opportun ist, auch dem Wohl Dassendorfs dient.

Der Schlüssel zum Erfolg ist dabei die Kontinuität in der GUD, die in sechs Legislaturperioden ihre fachlich kompetenten VertreterInnen in die Ausschüsse entsandt hat. So stellte die GUD noch bis vor kurzem den Vorsitzenden im Finanzausschuss, unsere Mitglieder initiierten im Bau- und Planungsausschuss so zukunftsweisende Projekte wie den Kindergarten Spatzennest, die Errichtung von öffentlichen Spielplätzen und sie verhinderte kostenträchtige und nicht finanzierbare Großprojekte wie einen Sporthallen-Neubau.

Dr.Heinrich Baumann, GUD-Vorsitzender

 

"Der Sachsenwalder" Ausgabe September 2017

KiTa-Gebühren weiterhin ungleich verteilt

Ein Thema in der letzten Gemeindevertretersitzung war die Erhöhung der Elternbeiträge für den gemeindlichen Kindergarten.

Die Verwaltung hatte diese neu kalkuliert und entsprechende Vorschläge gemacht, die vor der GV im Ausschuss und im Kindergartenbeirat vorgestellt und diskutiert wurden. Trotz eines klaren Votums der Eltern für eine Erhöhung schlug die SPD vor, auf eine Erhöhung zu verzichten und den dann entstehenden Fehlbetrag aus dem Gemeindehaushalt zu decken. Angesichts eines nicht ausgeglichenen Haushalts war das für die GUD nicht akzeptabel.

Offen blieb, wie die Erhöhung auf die „Krippeneltern“ und die übrigen Gruppen verteilt werden könnte. Dabei war zu berücksichtigen, dass durch frühere Kalkulationen die Krippeneltern weniger als den von der Gemeinde vorgesehenen Kostenanteil von 38% zahlen. Die übrigen Eltern zahlen dagegen überproportional mehr. Dieses Ungleichgewicht sollte, über einige Jahre gestreckt, abgebaut werden. Die GUD wollte dabei zügiger vorgehen, konnte sich aber nicht durchsetzen. So zahlen die Krippeneltern nach der Erhöhung auf nun 576 Euro nur 34,6% der tatsächlichen Kosten, die anderen Eltern 45,2%.

Mit dem jetzigen Kompromiss ist die Problematik der ungleichen Verteilung nicht vom Tisch, und es drängt sich der Verdacht auf, dass von SPD und CDU schon Wahlgeschenke verteilt werden sollten. So wird sich der neue Gemeinderat auch nach der Wahl in 2018 wieder mit dem Thema beschäftigen.

Hauke Weber (Fraktionsvorsitzender GUD)

 

"Der Sachsenwalder" Ausgabe August 2017

Helena Minnemann-Sönnichsen, langjähriges GUD-Mitglied, setzt sich seit vielen Jahren in unterschiedlichen Engagements für die Gemeinde Dassendorf ein.

Helena lebt seit fast 30 Jahren in Dassendorf. Ihre beiden Kinder sind hier groß geworden. Als berufstätige, teilweise alleinerziehende Mutter hat sie sich mit großem Einsatz für Kindergarten, Spielplätze und Schule engagiert. Sie kennt das Spannungsfeld zwischen Beruf und Kinderbetreuung. Wichtig ist ihr, dass alle Kinder die gleichen Chancen bekommen und die Eltern für sich entscheiden können, ob und welche Art von öfftl. Angeboten sie für die Betreuung ihre Kinder nutzen wollen.

Sie engagiert sich in vielen Ausschüsse der Gemeinde. Seit einigen Monaten ist sie als Nachfolgerin von Klaus-Peter Janßen in der Gemeindevertretung, sowie im Planungs- und Bauausschuss.

 „Meine Kinder, die in Hamburg und Berlin wohnen, kommen immer wieder gerne in das ländliche, beschauliche und friedliche Dassendorf. Dass das so bleibt, dafür engagiere ich mich gerne“ so Helena.

Ortsbild und Bauästhetik sind ihr ein besonderes Anliegen. Die Genehmigung von Bauanträgen muss im Einklang mit einer harmonischen Gestaltung von Dassendorf stehen. Die Antragssteller haben ein Recht darauf, dass die Entscheidungen transparent und begründet sind, sowie von der zuständigen Stelle vernünftig kommuniziert werden.

Entspannung findet die Heimwerkerin insbesondere bei der Arbeit in ihrem wunderschönen Garten.

 "Der Sachsenwalder" Ausgabe July 2017

Die GUD möchte an dieser Stelle in lockerer Reihenfolge die Personen vorstellen, die sich für uns in der Gemeindepolitik engagieren. Wir beginnen mit unserem Fraktionsvorsitzenden Hauke Weber. Er lebt seit 1969 in Dassendorf, ist verheiratet und hat zwei erwachsene Töchter.

Seit fast zwei Legislaturperioden ist er Fraktionsvorsitzender und gleichzeitig Vorsitzender des Finanzausschusses. Für diesen „Job“ bringt er als ehemaliger Finanzbeamter viel Fachwissen mit.

Das zeigt sich an den Ergebnissen. Die Gemeinde hat in dieser Zeit keine neuen Schulden machen müssen. Dabei wurde die Pro Kopfverschuldung der Bürger kontinuierlich zurückgefahren. Auch bei der im Mai anstehenden Gemeindewahl wird er darauf achten, dass die Parteien keine teuren Wahlversprechen machen und  Einnahmen und Ausgaben auch künftig in einem ausbalancierten Verhältnis bleiben.

Einigen Dassendorfern ist Hauke Weber noch aus seiner Tätigkeit als Volleyballtrainer bekannt. Eine ganze Reihe der damaligen Mädchen wohnen nach wie vor – oder wieder- in Dassendorf und haben inzwischen selbst „volleyballfähige“ Kinder. Leider hat sich für diese bisher kein Trainer gefunden. Liegt der Fokus in der TuS zu sehr auf dem Fußball?

Aus Hauke Webers Vergangenheit und seinen nach wie vor den sportlichen Aktivitäten resultiert sein Interesse für den Sport in der Gemeinde. Allerdings weist er bei einigen Wünschen der TuS stets auf das finanziell Machbare hin. „Die Kommunikationsschiene zwischen Gemeinde und Verein ist dabei bestimmt noch verbesserungswürdig“ so Hauke Weber.

 

"Der Sachsenwalder" Ausgabe Juni 2017

Liebe Bürgerinnen und Bürger,

Während die „großen“ Parteien, kaum erholt vom Landeswahlkampf, die anstehende Bundestagswahl vorbereiten, können sich die aktiven Lokalpolitiker der GUD ganz auf Dassendorf konzentrieren.

Die GUD wurde vor 34 Jahren als überparteiliche, unabhängige Vereinigung von Dassendorfer Bürgern gegründet. Eine Reihe unserer damals formulierten Ziele sind inzwischen teilweise auch von anderen Parteien und Gruppierungen übernommen worden, wie z.B.

  • Umfassende und objektive Information über alle für Dassendorf wichtigen Probleme und Planungsziele

  • Behutsames Ortswachstum durch Schließen von Baulücken

  • Weitestgehende und frühzeitige Mitsprache der Bürger bei der zukünftigen Ortsentwicklung

  • Beteiligung der Betroffenen bei allen Einzelmaßnahmen wie z.B. Wegeausbau

  • Vorrang von Umwelt- und Landschaftsschutz bei Wahrung des Waldcharakters in der Siedlung

Damit es dazu kam, haben unsere GUD-Gemeindevertreter in den letzten sieben Legislaturperioden oft lange kämpfen müssen. Mit ihrem Sachverstand und ihrem Fachwissen haben sie entscheidend dazu beigetragen, dass

  • die begrenzten finanziellen Mittel sinnvoll eingesetzt werden (Vorsitz der GUD im FA)

  • der Schulstandort gesichert wurde und der Ausbau von Kindergarten und betreuter Grundschule vorankam.

Ein wesentliches Anliegen der GUD war und ist, möglichst viele engagierte Bürgerinnen und Bürger aktiv in die politischen Entscheidungen in dieser Gemeinde einzubinden.

Wir möchten an dieser Stelle ausdrücklich unsere jüngeren Mitbürger(innen) ab 16 Jahren ermuntern: Machen Sie mit und engagieren Sie sich politisch – es gibt noch viel zu tun!

Dr. Heinrich Baumann

 

"Der Sachsenwalder" Ausgabe Mai 2017

GUD steht für Gemeinschaft unabhängiger Dassendorfer. Seit 1983 engagieren wir uns für unser Dassendorf. Wir sind eine Gruppe von Menschen unterschiedlicher Generationen, mit einem, breiten Berufsspektrum und unterschiedlichen Weltanschauungen und pflegen eine offene und konstruktive Kommunikation.

Parteipolitisch unabhängig haben wir nur die Interessen unserer Bürgerinnen und Bürger im Auge. Das gilt für alteingesessene Dassendorfer ebenso wie für Neubürger, egal ob jung oder alt. Daraus erwachsen praktische Aufgaben, die im Sinne einer funktionierenden Dorfgemeinschaft sinnvoll angepackt und gelöst werden müssen.

Wir betreiben keine Weltpolitik und sind nicht ideologisch ausgerichtet sondern tun alles, um den einmaligen, gemütlichen und schönen Charakter von Dassendorf zu behalten und weiter zu entwickeln.

Wir kümmern uns um Kindergarten, Schule und Sport. Ebenso machen wir uns Gedanken zum Ortsbild, Ausweisung von Baugebieten, Bauanträge, Straßenunterhaltung und Beleuchtung sowie die Sicherung unserer Finanzen durch sorgsamen Umgang mit den Steuergeldern.

Im Detail bestimmen viele facettenreiche Themen unser tägliches Miteinander in Dassendorf und deshalb ist es so wichtig, möglichst viele Bürger in politische Entscheidungen einzubinden. Wir wollen alle friedvoll in einer intakten Umwelt leben und müssen uns deshalb engagieren. Wir haben die vorteilhafte Nähe zu Hamburg, setzen aber alles daran, unseren ländlichen Charakter und den Charme unseres Ortes zu pflegen.

Wir freuen uns über alle Bürger die sich bei uns einbringen möchten. Kritik und Anregungen werden gerne entgegengenommen. Der respektvolle Dialog um die besten Lösungen für unser Dassendorf wird bei uns großgeschrieben.

Helena Minnemann-Sönnichsen

 

 

Aktuelles über die "Windkraft in Dassendorf" und "Wohnblocks im B-Plan 27"

Windkraft

Wie bekannt, beabsichtigen zwei Investoren in der Feldmark zwischen Dassendorf und Brunstorf mehrere Windkraftanlagen - bis zu 8 Anlagen mit einer Gesamthöhe von 200 Metern - zu errichten.

Dabei ist vorgesehen, die Mindestabstände zur Bebauung nach Dassendorf voll auszunutzen. Das heißt, zwischen Bebauung wird es nur einen Abstand von 800 Metern geben. Die Investoren halten sich dabei an zurzeit bestehende Vorschriften.

Unabhängig davon, dass viele Fachleute diese Abstände nicht für ausreichend halten (vorgeschlagen wird ein Abstand der 10- fachen Höhe der Anlagen), spricht gegen die geplanten Standorte  auch die Nähe zum Sachsenwald (europäisches Vogelschutzgebiet) in dem zahlreiche streng geschützte Vogelarten beheimatet sind. Hier gibt es unseres Erachtens einen Hebel, um die Anlagen zu verhindern.

Da die Dinge offensichtlich im Fluss sind, soll hier nicht zu ausführlich berichtet werden. So hat gerade kürzlich eine erhebliche Reduzierung der potenziellen Flächen stattgefunden. Denkbar ist, dass diese den Investoren nun nicht mehr genügen Raum für ihre Anlagen gibt. Die Nähe zur Bebauung und zum Sachsenwald bleibt aber weiterhin bestehen.

Anschauen kann man sich die entsprechenden Karten unter Regionalkonferenz Schleswig-Holstein im Netz. Informieren können sich alle Interessierten auch auf der Einwohnerversammlung am Dienstag, 22.3.2016 um 19.00 Uhr im Multifunktionssaal.

 

Wohnblocks im B-Plan 27

Wie Sie sicher schon aus verschiedenen Veröffentlichungen erfahren haben, soll nach dem Willen der SPD im Neubaugebiet (B-Plan 27) auf einer Restfläche von ca. 2600 qm zwei Wohnblocks mit insgesamt 24 Wohneinheiten durch einen Investor errichtet werden. Dazu bedarf es einer Änderung des bestehenden Bebauungsplans.

Die fragliche Fläche ist im B-Plan 27 bisher als Mischgebiet ausgewiesen. Das war erforderlich, weil die Hoffnung bestand, dass sich dort eine Sozialstation ansiedeln würde. Quasi als Ergänzung zum betreuten Wohnen im Holunderhof. Diese Hoffnung hat sich leider nicht erfüllt. Um eine sinnvolle Nutzung dieser Fläche zu ermöglichen, wird sie in ein reines Wohngebiet umgewandelt. Das war in allen Parteien unstrittig. Über die Art der Wohnbebauung gilt es nun zu entscheiden. Neben den bereits angesprochenen Wohnblocks sind auch vier Bauplätze für Einfamilienhäuser denkbar. Die GUD spricht sich für die zweite Möglichkeit aus.

Die Gründe, die gegen die Wohnblocks sprechen sind folgende:

1.    Weitere Verdichtung und Versiegelung auf der Fläche

2.    Sie sind ein städtebaulicher Missgriff

3.    Höhere Verkehrsbelastung im Wohngebiet

4.    Ungeklärte Parkplatzproblematik

5.    Überlastung der im Ort vorhandenen Infrastruktur – hier Krippe  und  Kindergarten

6.    Weitgehende Ausschöpfung des Wachstumspotenzials für Dassendorf             

Zu 1:

Wir als GUD halten den Bau von zwei Wohnblocks mit den dazugehörigen Parkplätzen für eine unnötige bauliche Verdichtung und Versiegelung von Grundflächen. Bei vier Einfamilienhäusern fällt diese wesentlich geringer aus. Außerdem entspräche dies unserer Devise weitere Neubauprojekte und weitern Zuzug nach Dassendorf mit Augenmaß zu betreiben. Auch jetzt sind in dem überplanten Bereich mehr Wohneinheiten entstanden als ursprünglich angedacht. So sollten im betreuten Wohnen ursprünglich nur 40 bis 50 Wohnungen entstehen. Jetzt sind es über 60.

Zu 2:

Den Bau von zwei Wohnblocks zur Arrondierung eines Einfamilienhausgebietes halten wir für einen städtebaulichen Missgriff. Eine Angleichung an das Umfeld, wie es die SPD darstellt, ist das sicher nicht.

Zu 3:

In der Verkehrstechnischen Stellungnahme zum B-Plan 27 wurde unter Berücksichtigung der angedachten Sozialstation von ca. 590 „ Verkehrserzeugungen“ pro Tag ausgegangen. Richtig ist, dass die Sozialstation dabei mit ca. 200 Bewegungen eingerechnet war.

Berücksichtigt man die jetzt schon über die ursprüngliche Planung vorhandenen Wohneinheiten und rechnet dann noch die weiteren 24 Wohneinheiten hinzu, dürften die Verkehrsbewegungen trotz Wegfall der Sozialstation weiterhin bei ca. 590 liegen. Eine deutliche Reduzierung würde nur bei der Alternative (vier Einfamilienhäuser) eintreten, und zwar um ca. 120 Bewegungen..

Zu 4:

Dass die Parkplatzsituation für die 24 Wohneinheiten problematisch wird, zeigt sich schon daran, dass der Planer in diesem Zusammenhang auf eine mögliche Mitbenutzung der Parkplätze für den Holunderhof verweist. Ob das ausreichend sein kann, erscheint uns sehr fraglich. Bei der Planung wird davon ausgegangen, dass pro neuer Wohneinheit nur ein PKW vorhanden ist. Für Dassendorfer Verhältnisse eine Annahme , die sich bei Betrachtung der örtlichen Gegebenheiten als sehr optimistisch darstellt. Und ob die für das Seniorenwohnen ausgewiesenen Plätze ausreichen, muss sich erst noch zeigen.

Zu 5:

Die SPD möchte die Belange der gesamten Dassendorfer Bevölkerung im Fokus behalten. Dabei blendet sie aber völlig aus, dass unsere Krippe und die Kindergärten bereits jetzt überlastet sind. Ein Umstand, der sicher größere Teile unserer Einwohner betrifft. Schon jetzt müssen einige Eltern ihre Kinder in auswärtige derartige Einrichtungen schicken.

Es liegt auf der Hand, dass sich diese Situation durch zusätzliche 24 Wohneinheiten verschärfen wird. Denn dass dort auch in kleinere Wohnungen Familien mit Kinder einziehen werden, wird wohl kaum jemand bestreiten. Und kurzfristig lassen sich die Engpässe vor Ort leider nicht beseitigen.

Es ist in diesem Zusammenhang erstaunlich, dass ein Mitglied der CDU-Fraktion, welches für die Wohnblocks gestimmt hat, auf die Frage, warum die CDU generell gegen den B-Plan 27 sei, auf die zusätzliche Belastung bei Krippe und Kindergarten verwiesen hat.

Zu 6:

Dassendorf darf nach Landesplanung nicht unbeschränkt wachsen. Mit der Ausweisung der 24 Wohneinheiten ist unser offizielles Wachstumspotential auf längere Sicht zu einem großen Teil ausgeschöpft, und das ohne Not. Gestaltungsmöglichkeiten für die künftige Entwicklung Dassendorfs wären damit erheblich beschnitten.

Aus unserer Sicht wäre es für Dassendorf auch ganz gut, wenn die Ausweisung von weiteren Wohneinheiten für einige Zeit restriktiv behandelt wird. Der Wunsch der SPD für junge Leute preisgünstige Wohnungen zu schaffen, in allen Ehren. Größe und Ausstattung eines Wohnblockes sprechen eher gegen preisgünstigen Wohnraum - so dass es junge Leute und junge Familien schwer haben werden die Wohnungen zu mieten.

Es ist aber hier leider der falsche Ort zum falschen Zeitpunkt. Und wie ein Investor verpflichtet werden kann seine Wohnungen preisgünstig zu vermieten, darauf gibt auch die SPD keine Antwort. In einem Bebauungsplan läßt sich eine derartige Verpflichtung jedenfalls nicht festschreiben.

Nach allem bleibt für die GUD nur die Alternative auf der fraglichen Fläche eine Einfamilienhausbebauung zuzulassen.

 

 

Neubesetzung aller Ausschusssitze am 09.02.2016

Finanzausschuss

SPD - Jürgen Fuchs bürgl.Mitglied

SPD - Lennart Fey

CDU - Dr.Albrecht Sackmann

CDU - Axel Plaß

GUD - Hauke Weber - Vorsitz

Grüne - Maret Brunnert

WfD - Martina Falkenberg  - stellv.Vorsitz

Planungsausschuss

SPD - Karl-Hans Straßburg - Vorsitz

SPD - Glenn Roß - stellv.Vorsitz

CDU - Dr. Albrecht Sakmann

CDU - Peter Martens

GUD - Klaus-Peter Janßen

Grüne - Maret Brunnert

WfD - Jürgen Halsinger bürgl.Mitglied

Bauausschuss

SPD - Wolfgang Drescher bürgl.Mitglied

SPD - Torsten Wiese bürgl.Mitglied

CDU - Rolf Demme - Vorsitz

CDU - Peter Martens - stellv.Vorsitz

GUD - Klaus-Peter Janßen

Grüne - Susanne Hiller

WfD - Martina Falkenberg

Kulturausschuss

SPD - Walter Peters - Vorsitz

SPD - Ingo Claßen - stellv.Vorsitz

CDU - Dietmar Röske

CDU - Rolf Demme

GUD - Anette Hoffmann bürgl.Mitglied

GUD - Helena M.Minnemann-Sönnichsen bürgl.Mitglied

WfD - Wilfried Falkenberg

Ausschuss für Bildung und Soziales

SPD - Anke Haak bürgl.Mitglied

SPD - Lennart Fey

CDU - Ilona Burmeister bürgl.Mitglied

CDU - Peter Martens

GUD - Hauke Weber - stellv.Vorsitz

Grüne - Ulrike Köhler bürgl.Mitglied

WfD - Wilfried Falkenberg- Vorsitz

Ausschuss für Umwelt und Sicherheit

SPD - Carsten Dassau

SPD - Walter Peters

CDU - Dr.Albrecht Sakmann - Vorsitz

CDU - Walter Peters

GUD - Helena M.Minnemann-Sönnichsen bürgl.Mitglied - stell.Vorsitz

Grüne - Manfred Pauls bürgl.Mitglied

WfD - Jürgen Halsinger bürgl.Mitglied

Gewerbeförderungsausschuss

SPD - Ingo Claßen - Vorsitz

SPD - Walter Peters - stellv.Vorsitz

CDU - Rolf Demme

CDU - Axel Plaß

GUD - Anette Hoffmann bürgl.Mitglied

Grüne - Susanne Hiller

WfD - Martina Falkenberg

Schulverband

SPD - Glenn Roß

SPD - Torsten Wiese bürgl.Mitglied

CDU - Dr.Albrecht Sakmann - stellv.Vorsitz

CDU - Ilona Burmeister bürgl.Mitglied

GUD - Katja Anke bürgl.Mitglied

Grüne - Maret Brunnert

WfD - Martina Falkenberg - Vorsitz

 

                                         

ASYLBEWERBER IN DASSENDORF

 

Die Mehrzahl der Flüchtlinge, die in Deutschland ankommen, haben eine monatelange, gefährliche Flucht hinter sich und beantragen hier Asyl. Auch in Dassendorf sind derzeit über 25 Asylbewerber untergebracht; darunter sind acht Flüchtlinge aus Syrien im Alter von 19 bis 34 Jahren und eine dreiköpfige Familie aus Afghanistan.

 

Im gesamten Gebiet des Amtes Hohe Elbgeest werden in diesem Jahr bis zu 200 Flüchtlinge erwartet; auch unsere Gemeinde wird noch weitere Asylbewerber aufnehmen müssen. Das Konzept der Gemeinde ist es, diese Menschen dezentral in kleineren Wohneinheiten unterzubringen - so, wie es sich seit Monaten bereits bewährt hat.

 

Ereignisse wie in Escheburg mussten wir in Dassendorf nie befürchten, da sich schon vor dem Eintreffen der ersten Asylbewerber ein Runder Tisch im Ort gebildet hatte, der positiv gestimmt war und durch Sachspenden erste Grundlagen für ein wohnliches neues Zuhause legen wollte.

 

Sehr schnell kamen nach der Ankunft im Oktober 2014 die ersten persönlichen Begegnungen zustande; regelmäßiger Deutschunterricht wurde organisiert. Zu Ärzten und Ämtern begleiteten ehrenamtliche Helferinnen und Helfer  ihre Schützlinge, vermittelten Kontakte zur TUS, Feuerwehr und zum Jugendtreff.

 

Anfang dieses Jahres kam es dann zur Vereinsgründung

 

" Willkommen in Dassendorf e.V"

 

Das Anliegen des Vereins ist es, den schwer traumatisierten Menschen das Einleben in Dassendorf,  in einer für sie neuen Umgebung mit fremder Sprache, Schrift und Kultur zu erleichtern und ihnen Berührungsängste zu nehmen. Der Verein ist überparteilich und für jeden offen. Wir wollen u.a. auch zu einem besseren gegen-seitigen Verständnis zwischen den Flüchtlingen und den hier lebenden Menschen beitragen.

 

 

Und das können Sie tun:

 

  • Als „Sprach-Lotsen“ regelmäßige Kontakte zu den Asylbewerbern pflegen, Gespräche führen, Kontakte, Adressen, Ansprechpartner vermitteln ( z.B. Beratungsstellen, Religionsstätten, Sport- und Spielplätze )

  • Durch Deutschunterricht das schnellere Erlernen der deutschen Sprache fördern

  • Beim Verstehen von Behördenbriefen, Formularen oder Anträgen helfen

  • Begleitung anbieten z.B. zum Besuch des Kindergartens/der Schule/ des Sportvereins, zu Arzt- und Behördengängen und bei Wohnungsbesichtigungen

  • Die Teilhabe an Sport-, Freizeit und Kulturangeboten als Begleiter ermöglichen

 

Wie kann man sich an der Arbeit des „Willkommen in Dassendorf“ beteiligen?

 

  • Aktiv mitmachen (Tel: 04104 1576 oder 04104 6395) und

  • Ansprechpartner und/oder Sprachlotse für einen oder mehrere Flüchtlinge oder eine Familie werden. Diese Menschen leben oft isoliert und freuen sich über Begegnungen mit Personen, die sich für sie, ihre Herkunft und ihr Leben interessieren.

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Zum Wechsel eines Mitgliedes der GUD zur CDU-Fraktion in der Gemeindevertretung Dassendorf

Dr. Albrecht Sakmann hat die GUD unter Mitnahme seines GV-Mandates verlassen und sich der CDU-Fraktion angeschlossen. Rechtlich ist dies möglich. Trotzdem kann man sich  über dieses Vorgehen seine eigenen Gedanken machen:  Dr.Sakmann hatte nämlich  kein Direkt-, sondern ein Listenmandat, welches ihm von der GUD bei der Kommunalwahl zugesprochen wurde.

Damit verschleppt er ein Drittel der GUD-Wählerstimmen zur CDU.  Es kann angenommen werden, dass dies von unseren Wählern so nicht gewollt war. Da die GUD in einer Mitgliederversammlung mit großer Mehrheit dem Bau einer Senioren- Wohnanlage eindeutig Priorität gegenüber dem Erhalt einer Rinder- und Pferdeweide einräumt, konnten wir uns Dr. Sakmanns Argumente nicht zu eigen machen.

Mehr zu diesem Thema lesen Sie unter „ Endlich Platz für Dassendorfs Senioren“.

Die unmittelbaren politischen Folgen des „Sakmannwechels“ zur CDU sollen hier genannt werden:

Die Zweier GUD-Fraktion erhielt in den Ausschüssen, die auf Antrag der CDU alle neu zu besetzen waren, kein eigenes Mandat. Die CDU bekam dadurch ein weiteres „Ausgleichsmandat“, so dass alle Ausschüsse künftig mit sechs Personen - drei von der SPD und drei von der CDU - besetzt sind. Diese Konstellation kann im Prinzip immer wieder zu Patt Situationen führen, welche dann in der Gemeindevertretung korrigiert werden wird. Hier haben GUD und SPD die absolute Mehrheit.

Die GUD-GV-Vertreter kandidierten auf der SPD-Liste. Somit ist die GUD nach wie vor in jedem Ausschuss  vertreten  und stellen mit Hauke Weber im Finanzausschuss auch den Vorsitzenden.

Ebenfalls neu zu besetzen war die Position des 2. stellvertretenden Bürgermeisters, da Dr. Sakmann von diesem Posten zurückgetreten war. Die Wahl fiel auf das GUD Mitglied Hauke Weber. 


Endlich Platz für Dassendorfs Senioren

 

Eine Analyse der Altersstruktur der Bevölkerung zeigt, dass mehr als 130 Personen im Alter über 80 in Dassendorf leben. Nicht jeder Bürger mag und kann in diesem Alter noch Haus und Garten bewirtschaften und unterhalten und sucht u. U. nach Alternativen und nicht gleich einen Senioren-Heim-Platz.

Seit langem, und ab Mai 2011 intensiv, wird in der Gemeinde darüber diskutiert und gestritten, ob und wenn ja, wo in Dassendorf ein altersgerechtes Wohnen (z.B. betreutes Wohnen) möglich gemacht werden kann. Dabei wird das Erfordernis von keiner Fraktion in Frage gestellt. Der Streit entzündet sich letztlich an der Standortwahl.

Die GUD will dabei, ebenso wie die SPD, folgende Aspekte berücksichtigt wissen:

  • Fußläufige Nähe zum Ortskern mit Amtsverwaltung, Ärzten, Apotheke, Einkaufsmöglichkeiten und Post
  • Verfügbarkeit des vom Investor käuflich zu erwerbenden Baulandes
  • Ruhiger Standort ohne Lärmbeeinflussung durch Gewerbe und Straßen.

Als alle Bemühungen der Bürgermeisterin Martina Falkenberg eine besonders geeignete Fläche z.B. Ecke Bornweg/Mühlenweg gegenüber der Kirche zu erschließen, gescheitert waren und der Kreis eine Fläche im Gewerbegebiet wegen  Lärmbeeinflussung abgelehnt hatte, erscheint uns als letzte realisierbare Alternative nur das Gebiet südlich der Tennisplätze zur B207 zu sein.

Nur die CDU ist dagegen. Eine Standortnähe zum Ortskern war ihr noch nie wichtig. So favorisierte der damalige Bürgermeister Dr. Rüberg früher sogar ein Grundstück am Grenzwall. Heute bevorzugt er eine Seniorenwohnanlage mitten im alten Dorfkern auf einer großen Hofparzelle. Die CDU-Vertretung und deren Konvertit Dr. Sakmann verschließen sich u.E. dabei einer rationellen Entscheidungsfindung.

Die Entscheidung für den Standort an der B207 ist den Befürwortern nicht leicht gefallen. Sie hat diese daher an Bedingungen geknüpft, welche die Investoren einschränken und belasten werden:

  • Erschließung und Zuwege für Kfz nur über die B207 (die Kosten trägt der Investor)
  • Vom Sperberweg nur fußläufiger Zugang
  • Ausgleichsmaßnahmen für Eingriffe in die Natur möglichst auf Dassendorfer Gebiet, vorzugsweise auf dem Areal selbst
  • Ausweisung  und Vorratshaltung einer Fläche für die Diakonie
  • Flächenausweisung  für Seniorenwohnen ( betreutes Wohnen o.Ä.)
  • Raumsparende Bebauung mit bis zu 30 Wohneinheiten
  • Anschluss des Gebietes an das vorhandene Blockkraftheizwerk
  • Festsetzung von Lärmschutzwällen, weitgehende Erhaltung vorhandener Knicks und Biotope im B-Plan-Gebiet
  • Erstellung eines Biotops durch den Investor im nördlichen Bereich zu den Tennisplätzen
  • Innere Erschließung für Fußgänger und Fahrradfahrer durch Trassen und verkehrsberuhigte Zonen

Dies alles hat auch Eingang in den Aufstellungsbeschluss am 29.11.2011 gefunden.

Wenn zwischen der Gemeinde und dem Investor über die Grundzüge der Planung Einigung erzielt werden kann, kommt es zu einer Bürgerversammlung, auf der die Befürworter auf Fragen der Bürger Rede und Antwort geben werden.

Darüber hinaus wird das eingeleitete Verfahren erst dann weitergeführt, wenn zwischen Gemeinde und Investor ein städtebaulicher Vertrag geschlossen worden ist. Bis zur Realisierung des Gesamtprojektes wird daher noch viel Zeit vergehen.  

Die Mehrheit der GUD hat dem Projekt nach vielen Diskussionen zugestimmt; damit trägt sie dem demografischen Wandel Rechnung. Dies auch, weil wir uns in der Vergangenheit besonders für Schule, Krippe und Kindergarten stark gemacht haben. Für deren Weiterbestand ist der Zuzug von jungen Familien wünschenswert.

Es soll nicht verschwiegen werden, dass es in den Reihen der GUD und auch in der Fraktion, kritische bis ablehnende Stimmen zu dem Bauvorhaben gab und gibt. Anders als Dr. Sakmann haben diese Mitglieder aber bisher den demokratischen Findungsprozess akzeptiert; sie bleiben aber aufgefordert, ihre Bedenken allen Befürwortern des Projektes vorzutragen, um für den Bauherren und den Investor die ökologischen Hürden deutlich zu machen.

In diesem Zusammenhang wird vielfach behauptet, die GUD habe sich vor der letzten Wahl dafür ausgesprochen, keine neuen Baugebiete in Angriff zu nehmen. Dies ist in der so verkürzten Aussage nicht richtig. Es heißt im GUD-Programm:

„Die WALDSTREIFEN müssen erhalten bleiben. Es darf keine überflüssige  neue Baugebiete in Dassendorf geben“

In ihrer Satzung spricht sich die GUD für die „strikte Wahrung des Waldcharakters der Siedlung und des Dorfcharakters des Dorfes“ aus. Weder die Waldstreifen noch der Waldcharakter der Siedlung werden durch das geplante Vorhaben an der B207 berührt. Auch überflüssig erscheint es nicht, denn ohne zusätzliche Baugrundstücke rechnet sich eine Realisierung des altengerechten Wohnens für den Investor wegen der erforderlichen und von ihm zu tragenden umfangreichen Erschließungsmaßnahmen nicht. Das mussten wir nolens volens akzeptieren.

Hier sei aber klargestellt, dass es ein Wohnbaugebiet ohne altersgerechtes Wohnen und die Diakonie an der fraglichen Stelle mit der GUD nicht geben wird.  

Wie hoch die CDU den ökologischen Wert bisher gesehen hat, mag man daraus schließen, dass zu der Planungsauschusssitzung  vom vor genau zwei Jahren folgendes protokolliert wurde:

„Herr Dr. Rüberg und die CDU-Fraktion sind der Meinung, dass in Dassendorf Bedarf an Ausweisung von Wohnflächen für junge Leute besteht. Er weist in diesem Zusammenhang auf Bautätigkeiten in Börnsen und Kröppelshagen hin. Für die CDU kämen insbesondere nachfolgende Flächen in Betracht: nördlich der B207, südlich Tennishalle, westlich Verlängerung B-Plan 18“. Davon will die heutige CDU nun nichts mehr wissen.  

Wenn es denn wirklich so sein sollte und, wie Dr. Sakmann in seinem ersten CDU Internet-Auftritt festgestellt hat, die GV Vertreter der CDU sich für seine grünen Ziele einsetzen - nun denn meine Herren – lasst den Worten Taten folgen. Bei Aufstellung des Krötenzaunes und den nachfolgenden Sammelaktionen an der Waldwiese sind  Dr. Rüberg und in seinem Schlepptau Dr. Sakmann sowie weitere CDU-Vertreter herzlich willkommen.

 

 

 

 

 

 

 

 
 
 
 
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